FAQ - oder: Häufig gestellte Fragen

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Wir bekennen uns ganz klar zu den Entwicklungen der letzten Jahre und glauben an die Zukunft des Web 2.0. Nicht nur verändert es unsere Art zu arbeiten, auch unsere Kommunikation wird stark beeinflusst. Wir vom DVÜD versuchen nach Kräften, auf möglichst vielen Plattformen präsent zu sein. Oft werden uns hierbei dieselben Fragen gestellt, oder aber wir sind der Meinung, dass die Antworten auf diese Fragen auch andere interessieren könnten. Darum sammeln wir die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden und beantworten sie hier.

Was unterscheidet den DVÜD von anderen Berufsverbänden?

Wir verstehen uns als Vereinigung einer neuen Generation von Übersetzern und Dolmetschern. Wir wollen aus den Erfahrungen der letzten Jahre lernen und sind damit hoffentlich in der Lage, neue Lösungsansätze zu verfolgen und neue Wege einzuschlagen. Dabei setzen wir auf eine gemischte Altersstruktur, die den „jugendlichen Elan“ mit den Erfahrungen der etablierten Sprachdienstleister kombiniert.

Unsere Aufnahmekriterien unterscheiden sich von denen bestehender Verbände. Nicht, weil wir keinen Wert darauf legen, dass unsere Mitglieder qualifizierte Fachkräfte sind, sondern weil wir uns unter anderem auf die Fahne geschrieben haben, junge Berufseinsteiger und Quereinsteiger auf dem Weg zum Profi zu begleiten und zu unterstützen. Wenn es seitens der Politik nicht möglich ist – aus welchen Gründen auch immer – etwas für den Berufsstand zu tun, dann kann und muss diese Hilfe aus den eigenen Reihen kommen. Wenn wir den einzelnen stärken, dann unterstützen wir damit auch die Masse.

Warum noch einen Berufsverband? Warum nicht die Energie in bestehende, etablierte Verbände investieren?

Dafür gibt es viele Gründe. Der offensichtlichste ist: Wir fühlten uns persönlich von den bestehenden Verbänden nicht 100 % angesprochen. Hätten wir versucht, in einem bestehenden Verband unser Konzept einzubringen, hätten wir entweder eine Spaltung verursacht oder hätten uns anpassen und ein Großteil unserer Ideen und Ideale auf der Strecke lassen müssen. Was nicht bedeutet, dass wir die Arbeit der anderen Berufsverbände nicht schätzen. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade die etablierten Verbände haben in der Vergangenheit wichtige Arbeit geleistet und werden dies sicher auch in Zukunft tun. Da wir nun einen eigenen Verband haben, können wir mit den bestehenden Verbänden kooperieren, ohne dabei unsere Überzeugungen aufgeben zu müssen.

Wie können Mitglieder helfen, diese Ziele zu erreichen?

Rege Beteiligung zu jedem Zeitpunkt. Von Anregungen und Meinungen über Kritik und Hilfe, das bringt uns alles voran. Wir arbeiten kontinuierlich an neuen Konzepten (wie zum Beispiel von Mitgliedern angeregte Projekte) und auch daran, Partner und Sponsoren zu finden, um immer ein geeignetes und aktuelles „Parkett“ für die Verbandsarbeit zu haben. Darum freuen wir uns natürlich, wenn die Mitglieder sich einbringen und Ideen beisteuern und gemeinsam mit uns diese Ideen umsetzen.

Qualität durch Weiterbildung – werden auch Zertifikate und Teilnahmen von verbandsfremden Institutionen berücksichtigt?

Ja. Sofern sie im laufenden Jahr erhalten wurden bzw. stattgefunden haben. Derzeit werden Weiterbildungen von den folgenden Institutionen berücksichtigt: IHK, BDÜ, VKD, ADÜ, ATICOM und VdÜ. Weiterbildungen, die bei anderen Anbietern durchgeführt wurden, werden im Einzelfall überprüft.

Können auch Übersetzer und Dolmetscher Mitglied werden, die in einer Festanstellung sind?

Ja, natürlich! Denn wie in jedem anderem Beruf auch, lohnt es sich auch für Angestellte, sich ständig weiter zu bilden, am Puls der Zeit zu bleiben.

Welche Ziele verfolgt der DVÜD?

Unsere Ziele gehen ganz klar aus unserer Satzung hervor:

§ 2 Ziele und Aufgaben des Vereins

I. Ziele des Vereins sind u. a.:

  • die Berufsstände des Übersetzers und des Dolmetschers und ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder in das Bewusstsein der deutschen Industrie und Wirtschaft zu holen;
  • das Verständnis für die Leistungen und die Probleme der Berufsstände zu vertiefen;
  • am Markt mehr Transparenz zu schaffen – für Auftraggeber und Auftragnehmer;
  • ein Netzwerk zu bilden, um als Anlaufstelle für beide Seiten präsent zu sein;
  • unterdurchschnittlichen Preisen entgegenzuwirken.

Warum nimmt der DVÜD jeden auf?

Das tun wir nicht. Unsere Aufnahmekriterien sind bewusst sehr offen gehalten. Gleichzeitig dürfen wir laut Satzung aber jeweils sehr individuell entscheiden. Gerade etablierte Übersetzer fragen uns oft, wie weit es da mit der Qualifikation unserer Mitglieder her sein kann. Warum wir z. B. für Übersetzer und Dolmetscher ohne anerkannten Abschluss (Diplom, B.A., M.A. und ähnliche) keine Hürde vorsehen, wie z. B. eine Mindestanzahl an Jahren der Tätigkeit als Übersetzer oder Dolmetscher voraussetzen.

Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind der Meinung, dass man als Verband vor allem Berufseinsteiger (ob Quereinsteiger oder „frisch Studierte“), unabhängig von ihrem Hintergrund, unterstützen muss, damit die Branche von innen heraus wieder stärker werden kann. So profitiert die gesamte Branche davon. Je mehr Orientierung neue Kolleginnen und Kollegen bekommen, je mehr sie sich in fachlichen und unternehmerischen Aspekten informieren können und Unterstützung erhalten, desto eher können sie gute Unternehmer werden. Und desto weniger Fehler begehen sie – z. B. bei der Festlegung ihrer Honorare und Preise – und desto weniger schaden sie der Branche. Der größte Feind der Branche ist nämlich nicht die Billighonorar-Agentur oder die Konkurrenz aus dem Ausland, sondern der unerfahrene Übersetzer, der keinen Fuß auf den Boden bringt.

Auf den Punkt gebracht: Würden wir Leute ausschließen, nur weil sie noch keine „fertigen“ Übersetzer bzw. Dolmetscher sind, wären wir nicht der DVÜD. Das würde dazu führen, dass wir unsere Ziele noch nicht mal im Ansatz erreichen können.

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