Rendezvous, Büro, Chauffeur, Restaurant – diese Wörter sind dir sicher bekannt, aber wusstest du, dass sie aus dem Französischen stammen? Hier eine Liste der laut „Le Chat Mistral“, dem französischen Chatbot, häufigsten französischstämmigen Fremdwörter im Deutschen:
- Rendezvous (Treffen, Verabredung)
- Büro (von „bureau“ = Schreibtisch, Büro)
- Portemonnaie (Geldbörse)
- Trottoir (Gehweg, Bürgersteig)
- Adieu (auf Wiedersehen, Tschüss)
- Chauffeur (Fahrer)
- Restaurant (Gaststätte)
- Ballett (Tanzkunst)
- Parfüm (Duftwasser)
- Etage (Stockwerk)

Das Französische war lange Zeit die Sprache der europäischen Eliten und der Diplomatie, aber auch der Aufklärung. An allen deutschen Königshöfen und Adelsresidenzen wurde Französisch gesprochen. Ein herausragendes Beispiel ist die Freundschaft zwischen Friedrich dem Großen von Preußen und dem französischen Philosophen Voltaire, der ab 1750 sogar ein paar Jahre auf Schloss Sansoucci lebte.

Später sorgten die Soldaten Napoleons, die in weiten Teilen Deutschlands stationiert waren, für ganz neue Wortschöpfungen: „Mach‘ mir keine Fisematenten!“ soll manch deutsche Mutter ihren Töchtern eingetrichtert haben – denn die hübschen französischen Soldaten baten wohl des öfteren „visitez ma tente“ (komm‘ doch in mein Zelt). (Für die Etymologie-Nerds gibt es weitere Erklärungsversuche bei Wikipedia nachzulesen. –Red.)
Die Industrialisierung und vor allem die Mode, in der Frankreich noch heute großen Einfluss hat, brachten weitere Lehnwörter mit sich (Dessous, Boutique, Prêt-à-porter, Couture, aber auch „Mantel“ – von lat. Mantellum, im Deutschen früher eher als „Wams“ oder „Rock“ bezeichnet – oder in der Kosmetik das Rouge und das Parfüm).
Bis ins 20. Jahrhundert blieb Französisch nicht nur in Deutschland eine der wichtigsten Fremdsprachen – von der internationalen Bedeutung zeugt noch heute die Zeitschrift „le Monde diplomatique“ , auch wenn in internationalen Beziehungen heute meistens englisch gesprochen wird.
Für mich als Schwäbin hat das Französische noch eine weitere Bedeutung: In meine Muttersprache haben weit mehr Lehnwörter Einzug gehalten als es ins „Hochdeutsche“ geschafft haben. Für meine Großmutter (geboren 1907) war es völlig normal, im Alltag von „Suttrai“ (souterrain/Keller), „Blafoo“ (plafond/Zimmerdecke), „Schässloo“ (Chaiselongue/Sofa) oder „Drottwaar“ (Trottoir/Bürgersteig) zu sprechen. Als mir diese Wörter später im Französischunterricht begegneten, war ich tatsächlich überrascht – für mich waren das keine Fremdwörter.
Bilder: Pascal Bernardon / Unsplash und Städel Museum, Frankfurt am Main
Ja, ein Plümo ist eine Bettdecke. Das Wort hat meine Großmutter immer benutzt. Einen Regenschirm hat sie Paraplü (Parapluie) gennant. Daß dieses Wort aus dem Französischen stammt, wurde mir auch erst bewusst, als ich das erstmal in Frankreich war.
Oh ja, sehr spannend! Als Kind war für mich das Plümo ein alltäglicher Begriff, da ich im Rheinland aufgewachsen bin. Ohne zu googeln, weiß jemand, was das ist? 😉